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Meetings

Meetings und bilaterale Treffen

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Während der Projektlaufzeit waren insgesamt 4 transnationale Partnerschaftstreffen zum intensiven Erfahrungsaustausch vorgesehen. Diese wurden zur Erarbeitung der Aufgabenstellungen, zur Klärung organisatorischer Details, zur gegenseitigen Analyse und dem Übereinkommen gemeinsamer Ergebnisse genutzt.

 


4. Transnationales Partnermeeting – 7 -8 Mai 2015, Schwerin/
DEUTSCHLAND

Das Abschlussmeeting wurde von der Partnereinrichtung DAA organisiert und in Schwerin abbehalten.

Der Beginn des Meetings wurde durch Michaela (Projektkoordinatorin) gestaltet, indem sie einen Überblick über jene Inhalte und Themen gab, die bereits behandelt bzw. ausgearbeitet wurden. Besprochen wurden des Weiteren der aktuelle Stand des Projektes sowie die final zu erreichenden Ziele und Resultate.

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Ein Themenpunkt der im Rahmen des Projektes war es auch gute und anwendbare Werkzeuge zur Pädagogischen und Psychologischen Unterstützung der Zielgruppe in den Partnerländern aufzuzeigen und innerhalb der Partnerschaft zu durchleuchten. Beim Meeting präsentierte Österreich nun ein sehr erfolgreiches Modell, das “Jugendcoaching” und weitere maßnahmenspezifische eingesetzte “Werkezeuge”, wie u.a. den Einstufungstests, Clearing Bericht, Berufs- und Sozialanamnese-Bogen sowie einen Umriss der angewendeten Eignungsdiagnostischen Verfahren. Die Kollegin aus Deutschland präsentierte einige Beispiele ihrer Organisation und welche Methoden in der Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt angewendet werden: begleitendes Praktikum, Arbeitstraining, Beratung und Begleitung der Teilnehmerinnen und Firmensuche. Zuletzt stellte der Kollege aus der Türkei das Türkische Ausbildungssystem und erklärte die Aufgaben des Beratungs- und Forschungszentrums (GDA) in Izmir vor.

Die interessanten Berichte der durchgeführten Studienbesuche waren ein weiterer Tagesordnungspunkt.

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Während des 2-tägigen Meetings besuchten wir auch zwei berufsbildende Einrichtungen, deren Schwerpunkt u.a. die Zielgruppe benachteiligter Jugendliche sind. Im SBW, dem Schweriner Bildungswerk konnten wir die einzelnen Werkstätten und Schulungsbereiche besichtigen. Hier haben Jugendliche, aber auch Erwachsene u.a. die Möglichkeit ihre Lehrausbildung abzuschließen: http://www.schweriner-bildungswerkstatt.de/ .

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Des Weiteren besuchten wir das “Mecklenburgischen Förderzentrum Schwerin“, eine Pflichtschule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen. Die Tour durch die Schule wurde von SchülerInnen der 6. Klasse durchgeführt: http://www.mfzk-schwerin.de/

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3. Transnationales Partnermeeting – 30 September – 1 Oktober 2014/ Nesvehir, TÜRKEI

Das dritte Partnermeeting fand wiederum in der Türkei statt.

Der Schwerpunkt des 2-tägigen Meeting war auf die Planung und organisatorische und inhaltliche Umsetzung der Studienbesuche gelegt. Das Ziel dieser bilateralen Treffen zu ein oder mehreren Partnereinrichtungen war es, einzelne Themen zu vertiefen und zu konkretisieren und somit den Austausch zwischen den Partnerorganisationen und deren Teilnehmenden mit ähnlichen Problemstellungen und Interessen zu forcieren. Jedenfalls ging es darum voneinander zu lernen.

Pic_00aWichtig war es auch bereits zu diesem Stand des Projektes über das finale Produkt dem sogenannten “Good Practice Kit” (Ideenkoffer für gute Beispiele) zu diskutieren und die Struktur sowie die zu implementierenden Inhalte festzulegen. Diese Sammlung von guten Beispielen aus Österreich, Deutschland und der Türkei  enthält alle relevanten Themenschwerpunkt aus dem 2-jährigen Projekt und wird zu Ende des Projektes auf dieser Webpage zur Verfügung stehen.

Pic_04Am zweiten Meeting-Tag besuchte die Partnerschaft einige Berufsschulen in der Region Kappadokien und hatten zudem die Möglichkeit am Nachmittag auch ein kulturelles Programm zu absolvieren.


2. Partner-Meeting – 10-11 April 2014/ Izmir, 
TÜRKEI

Das 2. Transnationale Projektmeeting fand diesmal in Izmir statt.

Nach dem Willkommen heißen von neuen KollegInnen aus Deutschland und der Türkei, gab Michaela als Projektkoordinatorin zusammenfassend nochmals einen Überblick über das Lernpartnerschaftsprojekt. Des Weiteren fasste sie über die bereits durchgeführten Aktivitäten und abgeschlossenen Arbeiten zusammen und gab einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen und zu planenden Arbeiten während des laufenden Meeting und auch in den kommenden Monaten.
Das war ein sehr wichtiger Teil zu Beginn des Meeting, um allen TeilnehmerInnen einem gemeinsamen Wissenstand und Überblick zu ermöglichen, um gut strukturiert und vorbereitet in die kommenden Aufgaben zu starten.

Nach den Präsentationen und Vorstellungen der länderspezifischen Berufsbildungssysteme in den einzelnen Partnerländern gab es einen intesiven Austausch über übertriebliche und praxisorienierte Berufsbildungssysteme in den einzelnen Ländern, die durchaus sehr unterschiedlich definiert sind, gerade wenn wir von der Zielgruppe benachteiligter Jugendliche sprechen. Gemeinsam fassten wir in einer Übersicht die nationalen Ansätze in den einzelnen Ländern zusammen. Die Ergebnisse werden ausgearbeitet und in den nächsten Monaten präsentiert.

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Den 2. Tag verbrachten wir damit Berufsbildungsinstitutionen und deren Ausbildungssysteme (eine Schule für mental beeinträchtigte Kinder und Jugendliche, eine Berufsschule sowie die interne Ausbildungseinrichtungen im Bereich des Verkaufs und der Fleischverarbeitung von MIGROS) zu besichtigen und uns darüber auszutauschen.

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Eines der nächsten Schritte wird sein, dass wir in den kommenden Wochen die Austauschbesuche in die einzelnen Partnerländer und deren Organisationen mit TrainerInnen, AusbilderInnen und Jugendlichen planen werden.


1. Transnationales Partner-Meeting – 8-9 Oktober 2013 / Graz, ÖSTERREICH

Vom 8.-9. Oktober 2013 fand das erste Transnationale Partner Treffen in Graz statt.
Mit allen wichtigen Partnern aus Österreich, Deutschland und der Türkei wurden im Detail die Projektaufgaben, deren Inhalte und Ziele sowie die Prozessabläufe der einzelnen Projektphasen besprochen.
Ein lebhaftern Erfahrungsaustausch zwischen den TeilnehmerInnen startete.  Ein gegenseitiger Austausch über Erfahrungen und das Verständnis von unterschiedlichen Systemen in den Partnerländern, folgten Informationen über innovatie Ideen in den Ländern.

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In Kleingruppen arbeiteten wir sehr intensiv an der Beschreibung und Analyse der Zielgruppe – was verstehen wir in den einzelnen Partnerländern darunter, wenn wir von benachteiligten Jugendlichen sprechen?

Theorie und Praxis auf einen Nenner zu bringen, ist manchmal nicht so einfach. Wie darauffolgenden Arbeitseinheiten stellten eine große Herausforderung an alle Beteiligten dar. Die Ergebnisse, wie die Projektgruppe benachteiligte junge Menschen definiert und woraus sich diese Benachteiligung ergibt sowie gute Beispiele in Ausbildung, die für diese Zielgruppe eine Chance darstellt, findet sich in den Resulten auf der Homepage im Englischen Bereich wieder.

Ein Focus und Teil des Meetings war auch das Kennenlernen und vorstellen unterschiedlicher berufsbildender Maßnahmen für benachteiligte Jugendliche. Dazu besuchten wir am ersten Tag unter anderem die “Integrative Berufsbildung” der Jugend am Werk Steiermark, im Ausbildungszentrum Graz.

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Die englische Präsentation dazu finden Sie hier  -> Integrative Vocational Training – Model JaW Austria

Während des 2. Meeting-Tages besichtigten wir die Manufaktur und die Werkstätten der Team Styria Werkstätten GmbH.

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Bilaterale Treffen

Entsprechend der nationalen Ausgangslage und den Interessen der Partnerorganisationen war für jedes Land ein weiteres, wahlweises bilaterales Treffen vorgesehen. Diese Peer-Gruppen-Treffen ermöglichen einen intensiven und persönlichen Interessensaustausch.  AusbildungsteilnehmerInnen waren dabei involviert und unterschiedliche Besuche, wie z.B.  unterschiedliche Ausbildungs-institutionen, Berufschulen, Wirtschaftskammern, Arbeitsmarkt-Services, etc., gewährleisten einen aktiven Wissensaustausch der TeilnehmerInnen.

 

08/07/2015 – August-Sander-Schule Berlin, DEUTSCHLAND
Gastgebende Organisation: August-Sander-Schule, Berlin – Deutschland
Teilnehmende Organisation: Jugend am Werk Steiermark GmbH, Graz – Austria

Nach Genehmigung durch die Österreichische Nationalagentur Ende Juni 2015 wurde eine weiterer Studienbesuch gemeinsam mit der August-Sander-Schule in Berlin organisiert.

Für alle TeilnehmerInnen war es sehr spannend sich über die Handlungsfelder von Trainerinnen und Trainern im Umgang mit benachteiligten Jugendlichen zu unterhalten und die unterschiedlichen Ansätze und Methoden im Training und Unterricht mit dieser Zielgruppe zu diskutieren.
Während des 1-tägigen Besuches hat die Projektleiterin Frau Michaela Meier auch die Möglichkeit mit Lehrerinnen und FachtrainerInnen aus einzelnen Teilbereichen vor Ort zu sprechen. Mit dem Schulleiter/Rektor der August-Sander-Schule wurden auch generelle gesetzliche Rahmenbedingungen, welche in Österreich und Deutschland die Lehrausbildung bestimmen, aus der Praxissicht durchleuchtet.

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Die August-Sander-Schule ist eine kleine berufliche Schule mit den Zweigen Berufsfachschule, Berufsschule und Berufsschule mit sonderpädagogischer Aufgabe. Ca. 650 Schüler werden durch 77 Lehrkräfte unterrichtet und von drei Sozialpädagogen in ihrer Entwicklung und in Krisensituationen unterstützt:
http://www.august-sander-schule.de/

Das Bildungsangebot ist breit gefächert und wird dadurch vielen Berufswünschen gerecht. Berufsfelder, in denen ausgebildet wird, sind Agrarwirtschaft, Farbtechnik, Holztechnik, Metalltechnik, Gastgewerbe und Hauswirtschaft, Sozialwesen.

Es werden verschiedene berufsvorbereitende und berufliche Bildungsgänge angeboten, in die die Förderschwerpunkte „Lernen” und „emotional-soziale Entwicklung” einbezogen werden. In einigen Lerngruppen werden auch Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf „geistige Entwicklung” und „Hören” unterrichtet. In den berufsqualifizierenden Lehrgängen unterrichten immer zwei Lehrer eine Klasse.

Daneben hat die August-Sander-Schule zwei Außenstellen in Alt-Stralau und in der Persiusstraße, die auch auf dem Besucher-Programm standen. Das 2,5 ha große Gelände in der Persiusstraße wird vom Fachbereich Agrarwirtschaft und der  Gartenarbeitsschule Friedrichshain-Kreuzberg genutzt. Neben den Gewächshäusern stehen im Außenbereich Beete und Grünflächen für Garten- und Landschaftsbau zur Verfügung. Für die Tierpflege gibt es Areale für ein Shetlandpony, Ziegen, Schafe, Hühner, Kaninchen und ein Krokodil. Die auszubildenden Friedhofsgärtnerinnen und -gärtner arbeiten auf dem 1500 qm großen Gelände in Alt-Stralau.

 

27-30/04/2015 –  Graz, ÖSTERREICH
Gastgebende Organisationen: Jugend am Werk Steiermark & Team Styria Werkstätten, Österreich
Teilnehmende Organisationen: BBW in der DAA (Deuschland), EGECED (Türkei), CAPPADEMY (Türkei)

Der Besuch der insgesamt 16 Personen wurde von den beiden österreichischen Einrichtungen gemeinsam vorbereitet und organisiert. Der TeilnehmerInnenkreis bestand aus SchulmanagerInnen, Direktoren, LehrerInnen und Vertretern des Türkischen Bildungsministerium.

Am ersten Tag stand der Besuch der Team Styria Werkstätten am Programm. Hier besuchten die TeilnehmerInnen einerseits die unterschiedlichen Produktionsbereiche, in denen ungefähr 70% der Beschäftigten eine Behinderung vorweisen.  Einer ständig hohen Anzahl an Auszubildenden wird weiters die Chance geboten, sich in den verschiedenen Lehrberufen zu qualifizieren. Die betriebseigene Team Styria Akademie sichert darüber hinaus mit regelmäßigen Schulungen und Weiterbildungen die Kompetenz der gesamten Mannschaft. http://www.teamstyria.at/

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Zum Mittagessen ging es dann in Jugend am Werk Bussen nach Mürzzuschlag, wo bereits ein – von Auszubildenden – Buffet hergerichtet war. In diesem Ausbildungszentrum wird nämlich die Integrative Berufsbildung für Jugendliche mit Benachteiligung durchgeführt. Jugendliche des Ausbildungsbereiches “Küche und Gastronomie” hießen die Gäste herzlich willkommen und bewirteten die Gäste wunderbar. Im Anschluss erfolgte eine Führung durch die verschiedenen Ausbildungsbereiche und internen Ausbildungswerkstätten.

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Der Austausch mit den einzelnen FachtrainerInnen und Sozialpädagogischen Trainerinnen – in den Bereichen Floristik und Landschaftspflege, Holzbearbeitung und Metallverarbeitung sowie der Bereich Gastronomie und Catering – war sehr rege und wurde als sehr interessant empfunden und verlängerte daher den Tag um einige Stunden, sodass die Truppe erst am Abend wieder nach Graz zurückkehrte.
http://jaw.or.at/einrichtung/s/ausbildungszentrum-muerzzuschlag

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Am 2. Tag stand ein Besuch der Landesberufsschule in Fürstenfeld am Programm. Diese Schule ist so organisiert, dass SchülerInnen den überwiegenden Teil in der praktischen Ausbildung bei einem Betrieb verbringen und pro Ausbildungsjahr im Block für ca. 10 Wochen die Berufsschule besuchen. Dieses System in Österreich nennt sich duale Berufsausbildung.

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Am Nachmittag ging es retour nach Graz, zuerst zum Mittagessen zu Team Styria und dann weiter nach Stübing, um den TeilnehmerInnen auch ein kulturelles Programm zu bieten. Stübing ist  eines der 10 großen und eindrucksvollen Freilichtmuseen Europas. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen war dieser Ausflug ins Museumstal eine spannende Zeitreise durch die bäuerliche Geschichte Österreichs. Die ganzheitliche Darstellung der historischen Objekte aus den verschiedenen Bundesländern vermittelte den BesucherInnen ein umfassendes Bild zum Leben und Alltag der bäuerlichen Bevölkerung von einst. Für unsere Gäste war das ein besonderes Erlebnis.

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13-16/04/2015 – Izmir, Türkei
Gastgebende Organisation: EGECED (Türkei)
Teilnehmende Organisationen: Jugend am Werk (Österreich), Team Styria (Österreich)

Die Reise im April in der Türkei wurde von den beiden österreichischen Organisation gemeinsam vorbereitet. Insgesamt haben an diesem Studienbesuch 3 Leitungspersonen aus der Berufsbildung, 5 Trainerinnen und insgesamt 7 auszubildende Jugendliche teilgenommen.

Den 1. Tag in Izmir verbrachten wir in der Region Ephesus. Ephesus war im Altertum eine der ältesten, größten und bedeutendsten griechischen Städte. Eine geführte Tour durch die Ruinenstadt sowie zum Haus der Mutter Maria (türkisch ‘Meryem ana evi’). In diesem Areal befindet sich das angeblich letzte Wohnhaus und in dem Sinne auch das Sterbehaus Marias.

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Am 2. Tag ging es dann in den Bezirk Bornova, eines der größten Bezirke in Izmir mit fast 400.000 EinwohnerInnen.
Wir wurden sehr herzlich vom Bezirksdirektor für Nationale Bildung empfangen und erhielten ausführliche Imformationen über das türkische Schulsystem. Alleine im Bezirk Bornova sind 300 Schulen angesiedelt.

Insgesamt besuchten wir 4 Berufsbildende Schulen, die teilweise auch speziell für Jugendliche mit einer Behinderung ausgerichtet sind. Am Programm stand auch der Besuch eines Beratungszentrums, welches Jugendliche und deren Eltern dabei unterstützt die geeignete Schule und somit Ausbildung zu finden. Am Ende des Tages waren wir noch in einem Lehrausbildungszentrum zu Gast, indem Jugendliche zwischen 15 Berufsfeldern wählen können, vorrangig im technischen Bereich. Ca. 1800 Jugendliche durchlaufen eine Ausbildung in diesem Zentrum pro Jahr. Auch hier bietet sich den Jugendlichen  – ähnlich dem dualen Ausbildungssystem in Deutschland und Österreich, die Möglichkeit ihre Berufspraxis vorrangig in einem Betrieb zu sammeln.

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22-25/03/2015 –  Nesvehir, Türkei
Gastgebende Organisation: CAPADEMY (Türkei)
Teilnehmende Organisation: Jugend am Werk Steiermark (Österreich), Team Styria (Österreich)

Die gastgebende Organisation CAPADEMY kooperiert sehr intensiv mit den berufsbildenden Schulen in der Region Kappadokien, um die Qualität der Berufsbildung in diesem Schulen laufend zu verbessern. Die Hauptzielgruppe sind Jugendliche mit hoher sozialer und wirtschaftlicher Benachteiligung. Für diese Jugendliche gibt es ein Angebot zur beruflichen Begleitung und damit in Kooperation mit der Privatwirtschaft und staatlichen Einrichtungen.

Das 2-Tages Programm startete mit dem Besuch einer Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Die SchülerInnen werden sowohl in schulischen Unterrichtsfächern unterrichtet, jedoch wird auch Fachunterricht und praktisches Arbeiten in Werkstätten angeboten. Nach der Absolvierung der Pflichtschule können speziell Jugendliche mit der erhöhten Förderbedarf und je nach Behinderungsgrad eine weiterführende Berufsbildung absolvieren. Die Schule arbeitet eng mit Betrieben in der Region zusammen und Jugendliche erhalten dort die Möglichkeit diverse Praktika währen der Ausbildung zu absolvieren.

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Nach einem weiteren Besuch einer ähnlich gelagerten Schule hieß uns der Direktor einer Berufsschule für Tourismus willkommen. Das Besondere an dieser Schule ist, dass die Schule gleichzeitig als “Übungshotel” geführt wird und Gäste aus dem In- und Ausland das Angebot an Übernachtung und Verpflegung nutzen. Dh. die SchülerInnen können ihre praktische Ausbildung in einem “Echtbetrieb” absolvieren. Des Weiteren ist der Schule ein Internat angeschlossen, in dem jährlich bis zu 60 Auszubildende aus ärmen Familien und entfernteren Regionen – neben der Ausbildung – auch eine kostenlose Wohnmöglichkeit haben. Jugendliche absolvieren dort in 30 Wochenstunden ihre Ausbildung und haben somit die Chance für weitere 10 Wochenstunden in der Wirtschaft ein zusätzlich Taschengeld zu verdienen. Auf Einladung des Schule konnten die Teilnehmenden ein köstliches Mittagessen genießen.

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Am Nachmittag besuchten wir eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Das dortige Angebot gibt den Klientinnen die Möglichkeit, persönliche und berufliche Fähigkeiten und Fertigkeiten – auf unterschiedlichsten Ebenen –  zu entwickeln und zu trainieren und – vor allem – den Alltag zu  gestalten.

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Den Tag beendet wir mit dem Besuch einer Beratungs- und Begleitungseinrichtung (RAM). Das Angebot beinhaltet Diagnostik und psychologische Unterstützung und Begleitung für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern an. Weiters arbeitet die Einrichtung sehr stark mit Schulen zusammen, um das Schulperson in diversen Belangen zu unterstützen und auf unterschiedliche behindertenspezifische Merkmale zu sensibilisieren.

Am 2. Tag stand ein umfassendes kulturelles Programm am Plan. Die 8 Teilnehmenden (1 Dienstleistungsmanagerin, 3 LeiterInnen eines Ausbildungszentrum, 1 Fachtrainer, 1 Sozialpädagogische Trainerin sowie 2 jugendliche Auszubildende) hatten die Möglichkeit in geführten Touren  das “Zelve Open Air Museum” (eine Art Freilichtmuseum)  und das “Dervent Red Valley”, welches auch das “Rosa Tal” genannt wird. Beim Durchqueren der Landschaft trafen wir auf interessante Felsformen. Zum Abschluss besuchten wir noch eine Teppichproduktionsstätte und konnten sehen, wie sich – ausgehend von der Seidenraupe bis hin zur Fertigstellung eines Teppichs – der Produktionsverlauf gestaltet.

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02-06/02/2015 –  Schwerin, Deutschland
Gastgebende Organisation: BBW in der DAA (Deutschland)
Teilnehmende Organisation: CAPADEMY (Türkei)

4 Schulmanager und Lehrer der Partnereinrichtung Capademy nahmen am Studienbesuch in Schwerin teil. Am 1. Tag besuchten die Teilnehmenden zuerst die MWS Schule, eine modulare Weiterbildungsschule. Diese Schule gehört zur DAA, der Deutschen Angestellten Akadamie). Die Schule ist auf zwei Zielgruppen ausgerichtet. Einerseits, Personen über 25 Jahre mit gesundheitlichen Schwierigkeiten und damit einhergehendem Umschulungsbedarf, das diese Personen ihren ursprünglichen Beruf – eben aus gesundheitlichen Gründen – nicht mehr ausüben können.  Der zweite Personenkreis umfasst Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren, die zwar eine abgeschlossene Schulbildung haben, jedoch eine berufliche Ausbildung  bzw. Umschulung notwendig ist. Auch hierfür gibt es vielfältige Gründe, jedoch liegen diese ebenfalls mehrheitlich im gesundheitlichen Bereich.

Am Nachmittag besuchten die Gäste aus der Türkei die Bba Schule. Auch diese Schulungsmaßnahme wird von der DAA betrieben. Die Zielgruppe umfasst Jugendlichen zwischen 16 und 25, mit vorrangig körperlichen Einschränkungen, aber auch mit Lernschwierigkeiten. Die Jugendlichen absolvieren hier ihre praktische Ausbildung an zwei Tagen in der Woche in einem Betrieb, zwei Tage sind sie in der Berufsschule und ein weiterer Tag wird in der Bba organisiert. Jeder Student wird durch einen persönlichen Mentor begleitet. Diese Lehrerinnen arbeiten eng mit dem Umfeld der Jugendlichen, also mit deren Eltern und Erziehungsberechtigten zusammen.

Als nächster Fixpunkt stand die AbH Schule am Programm. Hier werden Umschulungsmaßnahmen aufgrund gesundheitlicher oder persönlicher Gründe – sowohl für Erwachsene als auch Jugendliche – durchgeführt. Die Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice umgesetzt.

Eine geführte Tour zum Schweriner Schloss beendete den ersten Tag in Schwerin.

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Am 2. Tag ging es nach Hamburg. Das Team besuchte hier die ASU Schulungsmaßnahme für Jugendliche zwischen 17 and 25. Die Zielgruppe umfasst Jugendliche MigrantInnen, Jugendliche mit einer Drogenvergangenheit und des Weiteren mit schweren sozialen Einschränkungen. Die Trainingsmaßnahme erfolgt im Auftrag des Arbeitsmarktservice und – nach Bedarf – dem Zusatzangebot einer sozialpädagogischen Betreuung der Jugendlichen .

In der BVB Schule werden Jugendliche zwischen  17 und 25 in Fortbildungsmaßnahmen zu FriseurInnen, GesundheitsassistentInnen, GärtnerInnen und Elektrikerinnen qualifiziert. Die Trainingsmaßnahme ist auf 10-12 Monate ausgerichtet.

Ein Spaziergang durch die Hamburger Innenstadt und der Besuch des Hamburger Rathaus rundeten den Tag ab.

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06-09/10/2014 –  Graz, Österreich
Gastgebende Organisation: Jugend am Werk Steiermark GmbH (Österreich)
Teilnehmende Organisation: BBW in der DAA (Deutschland)

Am ersten Tag des Studienbesuches hatte die Projektpartnerin Suse Topp die Möglichkeit ein 1-tägiges Seminar im Rahmen des EU-Projektes  “EQF meets ECVET” zu besuchen: http://www.eqfmeetsecvet.eu/project-en
Hierbei geht es um die Modularisierung und Anerkennung beruflicher Grundausbildungen durch ECVET und EQF. Hintergrund ist jener, dass es für manche Menschen schwierig ist, eine anerkannte Berufsausbildung zu machen. Zum Beispiel für Menschen mit einer Lernbehinderung, oder Menschen mit einer anderen Muttersprache. Oder für Menschen, die ihre Ausbildung begonnen aber dann abgebrochen haben.  Ohne anerkanntes Zeugnis ist es aber sehr schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden.  Für diese Menschen soll durch die Umsetzung des Projektes leichter werden, eine Berufsausbildung zu machen und auch am lebenslangen Lernen teilzunehmen.

Am 2. Tag hatte die Teilnehmerin die Möglichkeit einige Bereiche von Jugend am Werk, welche sich mit der Qualifizierung und beruflichen Bildung von Jugendlichen mit Beeinträchtigung beschäftigen, zu besuchen.
Im Auftrag des Arbeitsmarktservice Steiermark führt Jugend am Werk die Integrative Berufsbildung durch.
Diese ist vorrangig auf Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen und erhöhtem Förderbedarf ausgerichtet.
Die Jugendlichen starten hier zuerst eine 6-monatige Berufsorientierung, in der sie die Möglichkeit haben u.a. in internen Werkstätten Arbeitsfelder praktisch auszuprobieren. Dies ist in den Bereichen Gastronomie, Handel & Reinigung, Elektronik, Holzbearbeitung und Metallverarbeitung möglich. In weiteren 6 Monate Berufsvorbereitung wählen die Teilnehmenden bereits ein Berufsfeld aus, in dem sie später ihre Ausbildung absolvieren möchten und gehen – je nach individuellen Möglichkeiten – früher oder später bereits in ein Praktikum in einen Betrieb in der freien Wirtschaft.
Die anschließende Integrative Berufsbildung kann auf 2 Ebenen absolviert werden: Einerseits in Form einer Teilqualifizierung, in der die Jugendlichen mit einer Abschlussprüfung abschließen oder in Form einer Verlängerbaren Lehre, welche  mit einer Lehrabschlussprüfung endet.

Nun stand der Besuch der “Produktionsschule” am Programm. Einen wesentlichen Teil dieser Maßnahme stellt die Stabilisierung sozial benachteiligter Jugendlicher (ohne ordentlichen Schulabschluss oder weiterführende Ausbildung) mit der Zielsetzung der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt dar. In unterschiedlichen Arbeitsbereichen, wie u.a. Holz, Metall und Gastronomie werden durch praktisches Tun und Fachunterricht die jeweiligen Lerninhalte vermittelt. Jugend am Werk setzt aktuell 3 Produktionsschulen um: 1 in Graz, 1 in Deutschlandsberg and 1 in Leoben.

 

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